„… damit das Leben zu Hause gelingt“

Ziele der Nachsorge:

  • Die stationäre Behandlung zu verkürzen und die ambulante Versorgungsmöglichkeit zu fördern
  • Einen fließenden Übergang von stationärer Behandlung zur ambulanten Versorgung zu ermöglichen
  • Die Patientenfamilie nach der Entlassung nicht in ein Versorgungsloch fallen zu lassen, sondern sie bei der Krankheitsbewältigung zu Hause zu unterstützen
  • Den Behandlungserfolg zu sichern und zu verbessern
  • Dem schwerstkranken oder behinderten Kind und seiner Familie den Weg in die Normalität des Alltags zu erleichtern
  • Trauernde Eltern zu begleiten, die ihr Kind verloren haben
  • Eltern zu unterstützen, anzuleiten und zu begleiten
  • Mit weiteren Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens zusammenzuarbeiten und die Familie mit diesen zu vernetzen

Wenn ein Kind zu früh oder behindert geboren wird, schwer verunglückt oder eine chronische Erkrankung festgestellt wird, ändert sich das Leben der ganzen Familie tief greifend. Auch Eltern und Geschwister sind vielfältigen psychischen, sozialen, finanziellen und organisatorischen Belastungen ausgesetzt, die sie alleine/ohne Unterstützung kaum/nur mit großem Aufwand bewältigen können: Neben der Sorge um die Gesundheit und Entwicklung des Kindes muss die oft aufwändige Pflege bewältigt, viele Termine koordiniert, Therapie- und Fördermöglichkeiten organisiert werden. (anschaulichere Beispiele)

Durch die in den vergangenen Jahren immer weiter verkürzten Liegezeiten in den Kliniken ist eine ausreichende Vorbereitung der Eltern auf die Situation zu Hause immer seltener gewährleistet

Damit nach der Entlassung aus der Klinik das Leben zu Hause (einfacher) gelingt, bietet der Klabautermann e.V. seit 2002 Nachsorge für betroffene Familien in Mittelfranken an.

Ein interdisziplinäres Team aus Kinderkrankenschwestern, Sozialpädagogen, einer Psychologin und einem Seelsorger (in Kooperation mit Seelsorge in der Notaufnahme e.V.) begleitet und unterstützt die Familie im Übergang von der Klinik ins Kinderzimmer und in der ersten Zeit zu Hause.

Das Nachsorgeteam informiert, berät und unterstützt

  • in allen Fragen, die das Kind und die neue Situation betreffen
  • bei Fragen zur Pflege und Versorgung des Kindes
  • bei der Suche nach Förder- und Therapiemöglichkeiten
  • bei Ämter-, Behörden- und Krankenkassen-Angelegenheiten
  • bei der Beantragung verschiedener Leistungen

Ziel ist die Stärkung der Elternkompetenz, damit die Familie möglichst schnell alleine mit der veränderten Situation zurecht kommt.

Bausteine der Nachsorge sind die Pflege/sozialmedizinische Nachsorge, die psychosoziale/OBA-Nachsorge und die Harl.e.kin-Nachsorge. Zusätzlich besteht im Projekt „Seelsorge in der Nachsorge“ eine Kooperation mit dem Verein Seelsorge in der Notaufnahme e.V. am Klinikum Nürnberg Süd.

Finanziert wird die Nachsorge aus öffentlichen Mitteln, von den gesetzlichen Krankenkassen und aus Spenden, auf die Familie kommen keinerlei Kosten zu.

 

Sehen Sie hierzu „Unsere Angebote